Olafur Eliassons "Yellow fog" an der Fassade des Verbund
Im Zentrum von Wien präsentiert der Verbund ab 9. Oktober 2008 Yellow fog, Olafur Eliassons erste Intervention im öffentlichen Raum in Wien, als permanentes Kunstwerk.
Olafur Eliasson ist einer der renommiertesten Künstler der Gegenwart. Seine beeindruckende Arbeit Yellow fog - erstmals 1998 in New York gezeigt - ist nun exklusiv und dauerhaft in Wien zu sehen. Schauplätze der Intervention sind das Verbund-Gebäude und der historische Platz "Am Hof", die täglich während der Abenddämmerung zur öffentlichen Bühne einer Inszenierung aus Licht und Nebel werden.
Entlang der Gebäudefront der Verbund-Zentrale ist ein Gitter in den Gehsteig eingelassen, unter dem sich 32 Leuchstoffröhren befinden, die ein breites homogenes Licht geben. Nach Einbruch der Abenddämmerung steigt für etwa 40 Sekunden Nebel in gelbem Licht die Fassade entlang in die Höhe. Im Abstand von etwa drei Minuten wiederholt sich der Vorgang und hüllt das Gebäude eine Stunde lang in einen für kurze Zeit bestehenden Schleier.
Der Nebel dient als flüchtige Projektionsfläche für das Licht. Dabei nimmt er nicht immer nur die Sicht auf den Raum, sondern kann ebenso Distanzen präziser erfahrbar machen und räumliche Verbindungen herstellen. Spannend gestaltet sich die Bewegung des Nebels, der in den Raum zum Gehsteig und zum Platz hin expandiert. Im Gespräch mit der Sammlungsleiterin Gabriele Schor erklärt der Künstler: "Yellow fog verbindet das Innen mit dem Außen. Das, was im Gebäude ist, nämlich die Kunstwerke der Sammlung Verbund in der Vertikalen Galerie, wird durch Yellow fog nach Außen zum öffentlichen Raum kommuniziert."




